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Geschlossene Immobilienfonds sind die klassische Variante der geschlossenen Fonds. Die Kapitalanlage mit langer Tradition.
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Geschlossener
Fonds was ist das?
Bei den geschlossenen Fonds kann in der Regel, anders als bei Investmentfonds,
nur im Platzierungszeitraum investiert werden, danach wird der Fonds
geschlossen. Der Erwerber eines Anteils an einem geschlossenen Fonds wird
Unternehmer (in der Regel Kommanditist) mit allen Chancen und Risiken.
Gängige
Investitionsgüter für geschlossene Fonds sind neben Immobilien beispielsweise
auch Schiffe (Schiffsfonds), Anlagen zur Produktion regenerativer Energien (zum
Beispiel Windkraftanlagen) und Filme (Medienfonds). Windkraft- und Biogasfonds
werden wegen ihrer Anlageschwerpunkte auch alternative Anlagen genannt. Außerdem
gibt es geschlossene Fonds, die in Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen
(US-Life, Britische Leben, Deutsche Leben) investieren und schließlich sind auch
die Venture-Capital oder Private-Equity-Gesellschaften zu erwähnen. In Summe
sind so z. B. in den Jahren 2003 bis 2006 bundesweit jährlich über 10 Mrd. Euro
in geschlossenen Fonds investiert worden. Da der Markt der geschlossenen Fonds
außer der Prospekthaftung keiner staatlichen Kontrolle unterlag, sprach man hier
auch vom grauen Kapitalmarkt. Als Kontrollinstrument mittlerweile durchgesetzt
hat sich der Prospektierungsstandard gemäß IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer),
der sich bei geschlossenen Fonds IDW S4, demnächst IDW ES4, nennt.
Chancen und
Risiken geschlossener Fonds:
Geschlossene Fonds werden meist als Kommanditgesellschaft mit beschränkter
Haftung (GmbH & Co. KG) konzipiert. Dabei werden die Kommanditanteile an der
Gesellschaft über einen bestimmten Platzierungszeitraum zum Verkauf angeboten.
Ist die geplante Eigenkapitalquote erreicht, wird der Fonds geschlossen. Mit dem
eingesammelten Kapital (Eigenkapital) werden die Emissionskosten bezahlt und die
Anlagegüter gegebenenfalls unter Einsatz zusätzlichen Fremdkapitals beschafft.
Die Fremdkapitalquote hängt vom Anlagegut ab (ca. 40 - 70%)
Der Anleger
beteiligt sich mit einem festen Betrag an der Kommanditgesellschaft
(Kommanditeinlage). Die Mindesthöhe dieses Betrages ist abhängig von den
Vorgaben des Fondsinitiators und liegt bei privaten Platzierungen in der Regel
bei 5.000 Euro, zzgl. 5% Agio. Die Anlagedauer ist langfristig und hängt zum
Beispiel von der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes ab.
Der Anleger bindet
sich über die Laufzeit der Beteiligung. Ein Börsenhandel oder eine tägliche
Preisfeststellung mit verbundener Rückgabemöglichkeit an den Initiator wie
beispielsweise bei Investmentfonds kann konstruktionsbedingt nicht existieren.
Um dieses Manko abzumildern hat sich für die Verwertung von zurückgegebenen
Beteiligungen ein Zweitmarkt etabliert, z. B. an der Börse Hamburg.
Ziel der Beteiligung
ist es Erträge in Form von jährlichen Ausschüttungen zu erwirtschaften. Die
Gesamterträge sollen die Investitionssumme übersteigen.
Gängige Investitionsgüter für geschlossene Fonds sind:
-
Gewerbliche
Immobilien im In- und Ausland
-
Container-
Tanker- und Spezialschiffe
-
Wind-, Sonne-,
Biomasse-, Geothermiekraftwerke
-
US-, Britische-
und Deutsche Kapitallebensversicherungen
-
Private-Equity
(Unternehmensbeteiligungen)
Es existiert eine
große Bandbreite an Erträgen, die in den unterschiedlichen Marktentwicklungen
der Segmente begründet sind. Um die Ertragschancen der Beteiligung zu
beurteilen, muss man die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Anlageklassen kennen
und untersuchen. |